Komfort und Sicherheit ohne
Barrieren
Praxisorientierter Ratgeber „Barrierefrei Bauen und Wohnen“
Bonn, 14.10.09 Bei dem Begriff „Barrierefreies
Wohnen“ denken viele an Wohnraum für alte oder behinderte Menschen mit einer
krankenhausähnlichen und unattraktiven Wohnatmosphäre. Aber „Barrierefreiheit"
und zukunftorientiertes Wohnen mit Komfort und Stil schließen sich nicht aus -
im Gegenteil: Hinter dem Begriff verbergen sich bauliche Vorgaben, die auch den
Gebrauchswert und vor allem den Komfort einer Wohnung deutlich steigern. Was es
bei der Planung und Umsetzung einer barrierefreien Wohnung zu beachten gilt und
welche finanziellen Förderungen es gibt, zeigt der Ratgeber „Barrierefrei Bauen
und Wohnen“, herausgegeben vom Bundesverband für Gesundheitsinformation und
Verbraucherschutz – Info Gesundheit e.V. (BGV).
Komfort für Jung und Alt
„Wir möchten dazu beitragen, dass
das Thema „Barrierefreier Wohnraum“ mehr Aufmerksamkeit erhält und in der Phase
des Planens und Bauens, beim Kauf oder der Anmietung einer Wohnung eine wichtige
Rolle spielt“, so Erhard Hackler, Geschäftsführer des BGV. Oft wird übersehen, dass
die Elemente einer barrierefreien Wohnung auch für Jüngere und selbst für
Kinder von größtem Interesse sind. Dies reicht von schwellenlosen Zugängen bis
hin zu breiten Türen, die man beispielsweise mit Einkaufstüten besser passieren
kann. Angesichts der zunehmend älter werdenden Bevölkerung begreifen viele Bauunternehmen
Barrierefreiheit inzwischen als Komfortstandard, der für mehr Bequemlichkeit steht,
und es darüber hinaus erlaubt, bei Krankheit, Unfall oder Gebrechlichkeit in
der eigenen Wohnung zu bleiben.
Früh ans Alter denken
„Häuser oder Wohnungen sollten
möglichst früh so konzipiert werden, dass sie den Ansprüchen verschiedener
Generationen und Lebensphasen gerecht werden“, so Hackler. In der Planungsphase
können viele Details bedacht werden, um die Räumlichkeiten später ohne größeren
bautechnischen und finanziellen Aufwand für eventuelle alters- oder
unfallbedingte Behinderungen umzubauen. Der Einsatz lohnt sich, denn nach wie
vor ist der private Haus- und Wohnungsbau eine der wichtigsten Aspekte der
individuellen Altersvorsorge. Und den Bewohnern wird so lange wie möglich das
Verbleiben in der vertrauten Umgebung ermöglicht. „Wer sein eigenes Zuhause
auch im Alter oder bei Behinderung weiter bewohnen kann, der wahrt seine
Unabhängigkeit und gewinnt an Lebensqualität“, so Hackler.
Kostenloser Ratgeber
Die kostenlose Broschüre „Barrierefrei Bauen
und Wohnen“ kann beim BGV, Heilsbachstraße 32 in 53123 Bonn bestellt
werden. Der Download ist im Internet unter www.bgv-barrierefrei.de
möglich.